5 Tipps um “gefährliche” Städte zu bereisen

Wenn es euch auch in die fernsten Länder der Welt zieht, werdet ihr es kaum vermeiden können auch in Städte zu reisen, die einen unsicheren Ruf haben und als potentiell gefährlich gelten.
Wir haben 5 Tipps um “gefährliche” Städte bereisen zu können.

1. Während der Reiseplanung informieren

Eine gute Vorbereitung im Rahmen eurer Reiseplanung ist unser erster Tipp um potentiell gefährliche Städte zu bereisen. Schaut euch eure geplante Reiseroute an. In welchen Städten und Gebieten werdet ihr euch aufhalten?
Nun solltet ihr erst einmal herausfinden, ob auf eurer Route überhaupt gefährliche Städte enthalten sind. Manche Städte haben einen schlechteren Ruf, als sie eigentlich haben müssten und umgekehrt. Ihr könnt die Städte, welche ihr bereisen werdet auf safearound.com überprüfen. Die Seite ist auf Englisch und zeigt euch einen Safety Index zu der Stadt und gibt euch Einstufungen zu den folgenden Risiken:

  • Allgemein (overall)
  • Taschendiebstahl (pickpockets)
  • Überfall (mugging)
  • Betrug (scams)
  • ÖPNV und Taxi (transport & taxis)
  • Naturkatastrophen (natural disaster)
  • Terrorismus (terrorism)
  • Reisen als Frau (woman traveler)
Risiko Einstufung gefährliche Stadt safearound - Beispiel Rom
Beispiel: Risikoeinstufung Rom (Quelle: safearound.com)

Dort bekommt ihr einen guten ersten Überblick zum eventuellen Gefahrenpotential.
Im Rahmen einer Vorab Recherche lässt sich meist auch herausfinden, welche Stadtbezirke höhere beziehungsweise geringere Risiken aufweisen. Berücksichtigt das bei der Auswahl eurer Unterkunft.

Eine weitere Quelle, um das Gefahrenpotential eines Landes oder einer Stadt zu prüfen ist die deutschsprachige Website numbeo.com. Dort sind die Länder und die Städte in einem Kriminalitäts-Index in einer Rangliste dargestellt. Die Einstufung basiert auf Umfragewerten.

gefährliche Länder Kriminalitätsstatistik numbeo
Ländereinstufung nach Kriminalitäts-Index (Quelle: numbeo.com)

2. “Scams”

Dieser Tipp gilt nicht nur, wenn ihr potentiell gefährliche Städte bereisen wollt, sondern generell.
Informiert euch bei der Reiseplanung auch zu den am Zielort gängigen Betrügereien und Maschen zur Touristenabzocke. Dafür steht das englische Wort Scam (Betrug). Googelt einfach “Zielort Scams” und ihr werdet sicher fündig. Wenn ihr die gängigen Maschen kennt, fallt ihr vor Ort auch nicht darauf hinein.
Ein genereller Tipp: Bringt erst einmal eine gesunde Portion Misstrauen mit. Warum sollen euch Einheimische unbedingt helfen wollen? Es gibt sicherlich Ausnahmen durch von Natur aus hilfsbereite Menschen. Meist steckt jedoch ein finanzielles Eigeninteresse der Einheimischen dahinter, die euch ihre Hilfe oder deren Tipps quasi aufzwingen wollen.

3. Ankunft am Flughafen

Auf einer Flugreise müsst ihr natürlich erst einmal irgendwo landen. Das ist dann meist die größte Stadt im Umkreis, um von dort die Region zu erkunden. Das ist bei den Einheimischen logischerweise bekannt, weshalb ihr am Flughafen schon einige Tipps beachten solltet.
An manchen Flughäfen ist der Übergang vom Ankunftsbereich nur für Fluggäste, hin zum öffentlichen Ankunftsbereich eine gern genutzte Gelegenheit Touristen übers Ohr zu hauen. Das reicht vom Anbieten überteuerter oder inoffizieller Taxen, über normalen Taschendiebstahl bis hin zum Überredungsversuch an irgendwelchen Verkaufsgesprächen teilzunehmen.

Ankunftshallte am Flughafen ist in gefährlichen Städten oft schon ein erstes Ziel

Am besten ihr habt im Rahmen eurer Reiseplanung schon einen Transport vom Flughafen weg gebucht, bzw. wisst genau wohin ihr müsst. So könnt ihr ein “No, thank you” an alle richten und den Flughafen direkt verlassen.
Flughafen und Hoteltransfers könnt ihr beispielsweise auf urlaubstransfers.de suchen und direkt buchen.

4. Allgemeine Verhaltensregeln

Ist man in einer Stadt unterwegs, die als potentiell gefährlich gilt, ist unser Tipp bestimmte Verhaltensregeln zu beachten. Diese würden wir für nahezu jede Stadt empfehlen, damit fährt man nie schlecht.
Achtet zuerst darauf, wie ihr euch kleidet. Markenklamotten, Schmuck, Uhren oder teure Sonnenbrillen machen euch für Diebe sofort interessant und outen euch als Tourist. Kleidet euch schlicht und verzichtet möglichst auf Schmuck.
Natürlich müsst ihr auf Reisen eure Wertsachen wie Handy und Geld bei euch haben. Holt diese aber nur raus, wenn das nötig ist. Dass der Reisepass, die größte Menge an Bargeld und sonstige nicht zwingend benötigte Wertsachen im Safe oder eurem abgeschlossenen Koffer in der Unterkunft bleiben sollten, ist klar.
Wenn ihr Bargeld dabei habt, haben wir folgenden Tipp: Bargeld immer aufteilen. Einen kleinen Teil in den Geldbeutel, den könnt ihr im Falle eines Überfalls hergeben und der Dieb ist erst einmal zufrieden und lässt von euch ab. Den größten Teil immer versteckt unterbringen. Der klassische Geldgürtel ist dafür immer noch sehr gut geeignet. Neben dem Gürtel haben wir euch in der Galerie noch ein paar weitere kreative Geldverstecke zusammengestellt.

  • Geldgürtel Geldversteck
  • Haarbürste Geldversteck
  • Coladose Geldversteck
  • Deospray Geldversteck

Als nächstes solltet ihr drauf achten, wie ihr wahrgenommen werdet. Opfer von Straftaten werden eher Personen, die keine oder wenig Selbstsicherheit ausstrahlen. Geht aufrecht und sicher und lasst euch eine eventuelle Angst möglichst nicht anmerken.
Wie schon anfangs erwähnt, solltet ihr euch im Voraus über die verschiedenen Stadtbezirke informieren. Wenn möglich, meidet die als unsicher gekennzeichneten Bezirke. Wenn das nicht geht, besucht diese möglichst tagsüber und vielleicht auch zusammen mit einem local guide.

5. Verkehrsmittel

Auf Reisen verwendet man die verschiedensten Verkehrsmittel, um von A nach B zu kommen. Jede Stadt bietet unterschiedliche Möglichkeiten des Transports.
Informiert euch vorab online welche Verkehrsmittel für Touristen für die entsprechende Städte empfohlen werden, beziehungsweise ob bestimmte Verkehrsmittel gemieden werden sollten.
Wenn ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs seid, solltet ihr euer Gepäck und eure Wertsachen besonders gut im Auge behalten. Da es oft voll und unübersichtlich zugeht sind es perfekte Arbeitsbedingungen für Taschendiebe.

Solltet ihr Zweifel haben bestimmte öffentliche Verkehrsmittel oder Stationen zu betreten, ist ein offiziell registriertes Taxi meist eine sichere Möglichkeit. Das kostet zwar etwas mehr, im Zweifel ist es jedoch in den meisten Fällen eine gute Wahl. Bei offiziell registrierten Taxen hängt irgendwo im Fahrzeug sichtbar die Lizenz des Fahrers. Auch das Taxameter sollte mitlaufen, um am Ende keine Überraschung beim Fahrpreis zu erleben. Wenn möglich, lasst euch ein Taxi vom Hotel, dem Restaurant oder der Attraktion rufen, bei der ihr gerade seid. Diese greifen meistens nur auf die offiziellen Taxen zurück.

Inoffzielles Taxi in gefährlichen Städten

Fazit:

Auch wenn ihr vorab hört, dass bestimmte Länder oder Städte als potentiell gefährlich gelten, könnt ihr bei Beachtung von ein paar Tipps auch gefährliche Städte bereisen.
Eine gute Vorbereitung im Rahmen der Reiseplanung gibt euch einen Überblick, ob überhaupt ein Gefahrenpotential besteht und wenn ja, welches.
Ebenfalls vorab solltet ihr euch informiert haben, welche Betrügereien (“Scams“) euch am Zielort erwarten könnten. Diese zu kennen ist meist schon der beste Schutz nicht darauf hereinzufallen.
Schon die Ankunft am Flughafen kann einige Fallstricke bereithalten. Seid gegenüber allzu hilfsbereiten Einheimischen skeptisch und organsiert möglichst schon vorab euren Transfer.
Am Ziel angekommen solltet ihr ein paar Verhaltensrichtlinien beachten. Haltet euer Outfit schlicht, macht euch Gedanken zur Wertsachenunterbringung und strahlt Selbstbewusstsein aus.
Wenn ihr unterwegs seid, wählt eure Transportmittel mit Bedacht. In Zweifelsfällen ein offiziell registriertes Taxi nehmen, das ist meist die sicherste Wahl.

Mit diesen Tipps könnt ihr euch getrost an die Reiseplanung jedes Ziels heranwagen. Startet doch einfach direkt die Planung eurer nächsten Reise auf shourney.com:

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